Jubiläum 2010

«90 Jahre Frauen in Bewegung»

Im Jahr 2010 feierte die Frauenzentrale BE ihr 90 Jahr Jubiläum - 90 Jahre für «Frauen in Bewegung». Wir blicken auf eine bewegte Vergangenheit und Gegenwart und hoffen auf eine genauso bewegte Zukunft!

90 Jahre, das ist kurz vor den 100 Jahren. Wieso warteten wir mit dem Feiern nicht einfach nochmals 10 Jahre? Es gab gute Gründe:

Jede Organisation entwickelt sich weiter. Die Frauenzentrale BE will ihre eigene Entwicklung gezielt angehen. Wir wollen fit sein für die «100 Jahre Frauenzentrale BE»! Das Feiern des 90-Jährigen gab uns die Möglichkeit vor Ort und mit Frauen Themen zu diskutieren und daraus Projekte zu entwickeln, die den Weg in die Zukunft weisen.

Wir wollten nochmals gemeinsam mit unseren verdienten Mitgliedern feiern, die sich vor vielen Jahren schon für die Frauenzentrale BE engagiert haben.

Wir brauchen wieder vermehrt junge Frauen die sich engagieren. Mit dem Jubiläum und den damit verbundenen Aktivitäten hofften wir junge Frauen für projektbasierte, ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen.

Die Frauenzentrale BE hat sich im Jubiläumsjahr mit 9 Botschafterinnen und einer ganzen Palette von vielfältigen Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

 

Geschichte Jahr für jahr

90 Jahre Frauenzentrale des Kantons Bern in Kurzform

verfasst von Marion Kretz-Lenz (bis 1995) und Regula Furrer Giezendanner

«Nichts ist zarter als die Vergangenheit; Rühre sie an wie ein glühend Eisen; Denn sie wird dir sogleich beweisen, Du lebest auch in heisser Zeit.» (Goethe, Zahme Xenien, III)

Der Gedanke, die stadtbernischen Frauenvereine zusammenzuschliessen, kam vom stadtbernischen Frauenstimmrechtsverein, angeregt von Helene von Mülinen. Er hatte einen bestimmten Grund: In Bern sollte der 2. Kongress für Fraueninteresse 1921 abgehalten werden. Ferner entwickelte sich aus einer kleinen Frauengewerbeausstellung die Idee, in Bern eine 1. Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit durchzuführen.

1919   24. November: Gründung des Bernischen Frauenbundes BFB (mit 16 Stadt-vereinen), Startkapital Fr. 1000.— (Schenkung)
1920   28. März: Erste Delegiertenversammlung (20 Stadtvereine) und Wahl der ersten Präsidentin Martha Lüdi-Scherb. Aufgaben nach Statuten:
• Unterstützung der angeschlossenen Vereine in ihrer Tätigkeit;
• Direkte Ausführung von Aufgaben von allgemeinem Interesse.
Der Frauenbund ist politisch und konfessionell neutral. Keine Einmischung in die Angelegenheiten der ihm angeschlossenen Vereine.

Das erste Jahrzehnt 1920—1930

1920   Einsatz zur Schaffung eines kantonalen Jugendamtes, einer Heimindustrie für Frauen, der Berufsberatung.
1921   2. Schweizerischer Kongress für Fraueninteresse (Universität Bern). Der Kongressbericht listet die Forderungen der Schweizer Frauen auf. Beitritt zum Bund der Schweizerischen Frauenvereine (BSF). Erstellung einer Kandidatinnenliste für Gemeindekommissionen.
1923   Frauengewerbeausstellung (Schulhaus Spitalacker) hat grossen Erfolg.
Schaffung einer Kommission für Frauenrechte.
1924   Bemühungen Frauen in Schulkommissionen und als Vormund wählen zu lassen. Hilfsaktion für Deutschland (Mannheim).
1925   23. Januar: Mit-Organisation der 1. Tagung der Berner Frauen zu Stadt und Land. Unterstützung des «Gesetzes für Fortbildungsschulen.»
1926   2. Tagung der Berner Frauen zu Stadt und Land. Erstmals taucht der Name SAFFA auf.
1928   SAFFA-Jahr
1929   Statutenrevision: Aufnahme von Vereinen aus dem ganzen Kanton.
1930   2. Januar: Eröffnung eines ständigen Sekretariats am Bahnhofplatz 7 in Bern, ermöglicht durch Schenkung von Fr. 30000.- aus dem Reingewinn der SAFFA. Erste Sekretärin: M. L. Wild.
Gründung einer Kirchenkommission.

Das zweite Jahrzehnt 1931 – 1940

1931   Krisenzeit: Brief an 600 Frauen mit der Bitte um Arbeitsvergebung an Frauen. Durch Vermittlung der BFB Ankauf und Errichtung des Loryheimes in Münsigen durch den Kanton (Erziehungsheime für Mädchen).
Frauenzeitung «Berna» wird offizielles Organ des BFB.
1934   Gründung der Wanderküchenkommission
1935   Gründung der unentgeltlichen Rechtsauskunftsstelle (Rechtsberatung).
1938   Kauf des Baulandes und Grundsteinlegung für das Pestalozziheim in Bolligen. Der Krieg naht: Merkblatt an die Schweizer Mütter.
1939   23. Oktober: Eröffnung des Pestalozziheimes.
Betreuung von heimkehrenden Auslandschweizerinnen und -schweizern.
1940   Mitorganisation von Hilfsdiensten verschiedenster Art im Zeichen des Krieges, Interniertenprobleme. Merkblatt für den zivilen Frauhilfsdienst.
Nach Eingabe des BFB erstmals Abgabe von Bürgerinnenbriefen an die 20-jährigen Frauen.

Das dritte Jahrzehnt 1941 – 1950

1941   750-Jahrfeier der Stadt Bern, Sondernummer der «Berna»: Die Berner Frau in der Vergangenheit.
1942   Sammlungen, Aufrufe, Hilfsaktionen
1943   Schau im Gewerbemuseum: «Stadt und Land – Hand in Hand» (zusammen mit dem Verband Bernischer Landfrauenvereine).
1944     Verteilung des Flugblattes «Droht uns Gefahr?». Viele Hilfsaktionen. Kurs für Mädchenerziehung.
1945 25jähriges Jubiläum im Rathaus. Durchführung von Dörraktionen von überschüssigem Gemüse des Berner Wochenmarktes und Wäscheaktion für Internierte.
1946   Die Hilfsaktionen dauern an. Schlusstagung des Schweizerischen zivilen Frauendienstes in Bern.
1948   Verfassungsjahr: Kundgebungen der Schweizer Frauen in Bern.
1949   Gründung der Wirtschaftskommission. Übernahme der Aufgabe, die Beiträge der Mütterspende zu verteilen.
1950   BSF feiert sein 50-jähriges Bestehen. Gründung der Gemeindestube Steffisburg. Die «Frauenzeitung Berna» wird umbenannt in «Bulletin BFB».

Das vierte Jahrzehnt 1951 – 1960

1951   Umzug vom Bahnhofplatz an die Spitalgasse 34
1952   Verschiedene Aktionen für das Stimm- und Wahlrecht der Frauen in den Gemeinden.
1953   Anlässlich von «Bern 600 Jahre im Bund der Eidgenossen» Erscheinen des Heimatbuches «Die Bernerin» von Rosa Neuenschwander.
1954   Seit Jahren immer wiederkehrende Arbeiten: Bundesfeiersammlung in der Stadt Bern, Tag der Frauenwerke, Winterhilfe, Heimarbeitsverkauf.
1956   Man spricht von der SAFFA ‘58 in Zürich. Rosa Neuenschwander wird Ehrenpräsidentin der Ausstellung.
1957   Grosse Beanspruchung durch Vorbereitung der SAFFA. Uraufführung des Films von Rosa Neuenschwander: «Stadt und Land mitenand».
1958   Starke Beteiligung an der SAFFA. Botschaft des Bundesrates über Frauenstimmrecht in eidg. Angelegenheiten. BFB wird Trägerin des bernischen Haushaltlehrwesens.
1959   Rücktritt Rosa Neuenschwanders, Wahl zur Ehrenpräsidentin. Eidgenössische Abstimmung über die Einführung des Frauenstimmrechts, Ablehnung! Ablehnung auch durch Kanton Bern, aber Waadt nimmt an und kann es durch Doppelabstimmung sofort einführen. Genf und Neuenburg folgen.
1960   Vorbereitung der Teilnahme an der HYSPA (Schweiz. Hygieneausstellung) Weltflüchtlingsjahr, Mitarbeit an der bernischen Hilfsaktion.

Das fünfte Jahrzehnt 1961 – 1970

1961   Mitarbeit an der HYSPA
1962   Gründung Budgetberatungsstelle
1964   Festliche Beteiligung am Berner Tag der EXPO in Lausanne.
1965   Kantonale Abstimmung: Zulassung der Frauen zu Richterämtern. Besuch des Europarates in Strassburg.
1967   Vorbereitungen zur Gründung (1968) einer Inkassostelle von Alimenten.
1968   18. Februar: Abänderung des Gemeindegesetzes ermöglicht die fakultative Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechtes in der Gemeinde. Gründung der Arbeitsgruppe für Konsumentenfragen.
1969   In 260 Gemeinden des Kantons Bern ist das Frauenstimmrecht eingeführt.
1970   Am 1. März stimmen die Frauen der Bundesstadt zum ersten Mal.
27. März: 50-Jahr-Jubiläum im Rathaus.
Unterstützung der Kandidatur von Ruth Geiser-Imobersteg für das Amt einer Gemeinderätin in der Stadt Bern. Wahl. Vizepräsidium im kantonalen Abstimmungskomitee für die Frauenstimmrechtsvorlage vom Februar ‘71

Das sechste Jahrzehnt 1971 – 1980

1971   7. Februar: Eidgenössisches Stimm- und Wahlrecht für Frauen.
12. September: Kantonales Stimm- und Wahlrecht für Frauen.
1972   Redaktion und Gestaltung des «Bulletins» wird durch das Sekretariat übernommen. Gründung der Staatsbürgerlichen Kommission.
1973     Am Stichtag 31. Januar amtieren im Kanton Bern 214 Frauen als Gemeinde- oder Stadträtinnen.
1974   Erstmals Teilnahme von Frauen an den Grossratswahlen: 10 Frauen gewählt. Vernehmlassung zum UNESCO-Bericht über die Stellung der Frau in der Schweiz mit Unterstützung der Forderung nach Schaffung eines Amtes oder einer Beauftragten für Frauenfragen.
1975   «Jahr der Frau». Umbenennung des «Bernischen Frauenbundes BFB» in «Frauenzentrale des Kantons Bern FZB / Association cantonale bernoise d‘organisations féminines“. Neue Statuten.
Nationalratswahlen ohne Erfolg für die Berner Frauen trotz Appell an die Mitglieder.
1976   Das revidierte Kindsrecht des ZGB wird verabschiedet. Vernehmlassung der FZB zum neuen Eherecht. Aktion «Mieux se connaitre» – Besuch im Berner Jura.
1977   Gründung einer Spezialkommission für die Information und Koordination aller an einem Haus für misshandelte Frauen interessierten Kreise.
1978   Grossratswahlen: Einsatz von Briefen, Flugblättern, Klebern. 16 Frauen gewählt. Antrag an Regierungsrat um Aufnahme in die Liste der Vernehmlassungspartnerinnen. Briefaktion an Regierungsrat über die Gleichheitsinitiative unterschrieben von 50 Vereinen. Fragebogen zur Totalrevision der Bundesverfassung an alle Mitglieder.
1979 Jahr des Kindes. Nationalratswahlen: Wahlprospekt, erstmals Organisation von überparteilichen Veranstaltungen. Geneviève Aubry als erste Bernerin gewählt.
Vernehmlassung zur Totalrevision der Bundesverfassung.
1980   Tod von Trudy Schlatter, Kunstmalerin, die der FZB einen grossen Teil ihres Vermögens hinterlässt.

Das siebte Jahrzehnt 1981 – 1990

1981   Eidg. Abstimmung «Gleiche Rechte für Mann und Frau»: Grosser Aufwand, Flugblattaktion, überparteiliche Inseratenkampagne (Annahme). Neugestaltung Bulletin.
1982   Finanzierung der FZB-Beratungsstellen nicht mehr durch Lastenausgleich sondern durch direkte, kantonale Subvention.
1983   Nationalratswahlen: Kleines Büchlein mit Fotos aller 95 Kandidatinnen. 3 Bernerinnen gewählt.
Beginn von vermehrter Kurs- und Schulungstätigkeit.
1984     Erstmals Verleihung des Trudy-Schlatter-Preises für Frauenwerke. Gedenkausstellung für Trudy Schlatter mit Werkkatalog. Im Herbst Wahl der ersten Bundesrätin: Elisabeth Kopp.
1985 Übernahme des Sekretariates des Aktionskomitees für den Projektierungskredit für ein neues Frauenspital. Unterstützung des Aktionskomitees für das neue Eherecht. Einführung des «FZB-Lunch mit...».
1986   Grossratswahlen: Erstmals mit FZB-Plakat «Frauen machen man(n)ches wieder gut». Wahl der ersten Regierungsrätin: Leni Robert-Bächtold.
1987   Nationalratswahlen: Plakat «Frauen sind mehr als die bessere Hälfte». 6 Bernerinnen gewählt.
Zusammen mit anderen Frauenorganisationen Ausarbeitung eines Konzeptes für eine Kantonale Gleichstellungsstelle und Übernahme des Sekretariates der Gruppe. Einsatz für Kranken- und Mutterschaftsversicherungsgesetz (abgelehnt). Einzug des PCs im Sekretariat!
1989   50-Jahr Jubiläum Pestalozziheim am 19. März, Festschrift. Jahresbericht im neuen Kleid.
1990   Grossratswahlen: Neues Plakat «Für mehr Sinn(e) in der Politik». Neues Signet, neues Erscheinungsbild. Teilnahme in Arbeitsgruppe über Frauenarmut

Das achte Jahrzehnt 1991 – 2000

1991   Nationalratswahlen: Wahlbroschüre mit allen Kandidatjnnen. Anlässlich der Frauensession Infostand über FZB. 14. Juni: Frauenstreiktag zur Erinnerung an den vor 10 Jahren angenommenen Gleichstellungsartikel in der Verfassung.
1992   Einführung eines Dreierteams als Präsidium.
Projektierung Umbau und Renovation Pestalozziheim, Umzug seiner Schülerinnen ins Inselheim, Baubeginn 7. September. Einladung aller Grossrätinnen in die Räume der FZB. Redaktion und Organisation eines Briefes aller Frauenorganisationen an alle Mitglieder des Grossen Rates zur Baukreditsvorlage Frauenspital.
1993   Impulstagung zusammen mit Gleichstellungsstelle zu Grossratswahlen 1994 in Spiez. Retraite des Vorstandes mit Behandlung von Fragen um Aufgaben, Profil und Arbeitsweise der FZB. Organisation und Federführung in der Unterstützung der Bauvorlage neues Frauenspital: Aktionstag im alten Frauenspital, Brief an Grossratsmitglieder usw. Kampf, um weiterhin Vernehmlassungspartnerin des Regierungsrates zu sein. 14. September: Einweihung des renovierten Pestalozziheimes.
1994   Erweiterung des Sekretariates durch Sitzungs- und Schulungsräume. Grossratswahlen: Organisation überparteilicher Veranstaltungen verschiedenster Art im ganzen Kanton, Wahlbroschüre. Interne Auswertung der Retraite 1993. Neue Vorsorgeberatungsstelle.
1995   Kampagne für die Wahlen in den National- und Ständerat mit der Plakatserie „Für eine gemeinsame Zukunft.Mit den Frauen“ (3 Frauenportraits). 75-Jahr-Jubiläum im Hotel Bellevue-Palace.
1996   Auszeichnung der Portraitserie (Plakate) „Für eine gemeinsame Zukunft. Mit den Frauen“. Teilnahme am 5. Schweiz. Frauenkongress in Bern, Rücktritt Barbara von Escher aus Dreierpräsidium, ersetzt durch Marion Kretz. Gründung des Kantonalen Netzwerkes der Gleichstellungsbeauftragten.
1997   Gründung der Rosa-Neuenschwander-Stiftung RNS als Trägerin des Pestalozziheimes in Bolligen. Genehmigung neuer Statuten. Neue Beratungsstelle „Gleichstellung im Erwerbsleben“.
1998   Rücktritt Edith Michel aus Dreierpräsidium, ersetzt durch Jolanda Brunner. Subventionskürzung wegen Sparmassnahmen des Kantons Bern. Aushang der Frauenportraits in Trams aus Anlass der Gross- und Regierungsratswahlen.
1999   Mit den Gewerkschaften Engagement gegen Sparbeschlüsse des Kantons, „Halt“-Kundgebung. Rücktritt Yvonne Hofstetter aus Dreierpräsidium, ersetzt durch Stephanie von Erlach. Tagung „Darf Gemeinnützigkeit politisch sein?“. Engagement für die verlorene Abstimmung zur Mutterschaftsversicherung. Erster Internetauftritt.
2000   Ende der Dreierpräsidien, Jolanda Brunner wird neue Präsidentin. Neues Erscheinungsbild „Frauenzentrale BE“ mit Farbe, Neugestaltung Bulletin. Erarbeitung neuer Strukturen für die Frauenzentrale BE. Mitarbeit am „Weltmarsch der Frauen – Marche Mondiale des Femmes“. Alimenteninkasso übernimmt erste Inkasso-Mandate von Gemeinden.

Das neunte Jahrzehnt 2001 – 2010

2001   Umsetzung der neuen Strukturen, neue Homepage. Esther Fuchs tritt nach 10 Jahren als Leiterin Sekretariat zurück, Regula Furrer Giezendanner übernimmt die Geschäftsführung mit neuem Pflichtenheft. Tagung „Freiwillig, selbstverständlich weiblich“.
2002   Wahlkampagne für die Gross- und Regierungsratswahlen „Wir nehmen Ihnen gerne die Hälfte der Regierungsarbeit ab, meine Herren“. Erstmalige Einladung aller Grossrätinnen zu einem Treffen. Einsatz für den Erhalt der Kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung, welche den SAR-Massnahmen zum Opfer fallen soll. Neuausrichtung der Beratungsstelle „Gleichstellung im Erwerbsleben“ zu „Frauen im Erwerbsleben“. Übernahme der Budgetberatungsstelle Biel vom aufgelösten Verband Bieler Frauenvereine.
2003   Neu Rechtsberatung in Burgdorf. Neues Infokonzept: Bulletin und neu Infobrief. Wahlkampagne für die National- und Ständeratswahlen: Wahlbroschüre mit Porträts der Kandidatinnen und Tagung „Sicherheit aus Frauensicht“.
2004   Neue Statuten. Zusammenstellung und Koordination des Kantonalen Frauenkomitees für die Mutterschaftsversicherung. Komplett überarbeitete Homepage.
2005
2006   Kampagne zu den Wahlen in den auf 160 Sitze verkleinerten Grossen Rat, 32% der Sitze durch Frauen besetzt!
2007   Kampagen zu den Wahlen in den Nationalrat. Die FZ BE, der Verein Berner Tagesschulen und Lehrerinnen und Lehrer Bern (LEBE) starten die Tagesschulinitiative, mit der Foderrung nach Einführung von Tagesschulen in den Gemeinden des Kantons Bern. Die Initivative wird mit ca. 18'000 gültigen Unterschriften eingereicht
2008   nach 8 Jahren wird Jolanda Brunner von Kathrin Loosli Kurth als Präsidentin abgelöst. Der Grosse Rat verabschiedet das neue Volksschulgesetz mit einem Tagesschulobligatorium. Die Tagesschulinitiative wird daraufhin zurückgezogen.
2009   eine Weiterbildungsreihe für Gemeinderätinnen wird angeboten. Die FZ BE engagiert sich im Abstimmungskomitee für "Harmos". Vollständig neu überarbeitete Homepage
2010   Die Frauenzentrale des Kantons Bern feiert den 90. Geburtstag!

Eine solche Chronik in Kurzform erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In jedem Jahr konnte nur das Allerwichtigste erwähnt und vieles musste weggelassen werden. Bei der Durchsicht der alten Akten war es beeindruckend zu sehen, wie unermüdlich sich der BFB, und später die FZ BE. für die Besserstellung der Frau sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Leben einsetzte. Hunderte von Eingaben, Petitionen, Protestaktionen, Vorträgen, Kursen, Schulungsangeboten und Hilfsaktionen bleiben in dieser Chronik leider unerwähnt.

Speziell erwähnt, in grosser Dankbarkeit für all die Arbeit, die sie geleistet haben, seien hier jedoch unsere Ehrenmitglieder, Präsidentinnen und die Sekretärinnen bzw. Geschäftsführerinnen:

Präsidentinnen
1920 – 1922 Martha Lüdi-Scherb
1922 – 1925 Julie Merz
1925 – 1959 Rosa Neuenschwander
1959 – 1966 Agnes Debrit-Vogel
1966 – 1977 Elisabeth Schmid-Frey
1977 – 1980 Elisabeth Gaschen
1980 – 1984 Leonore Keller-Meyer
1984 – 1992 Marianne Best-Lehnherr
1992 – 1993 3er Päsidium:
Ursula Geiser, Rita Gygax, Esther Fuchs
1993 – 2000 immer 3er Präsidium in wechselnder Zusammensetzung:
Barbara von Escher (1993 – 1997)
Edith Michel-Kammermann (1993 – 1998)
Yvonne Hofstetter Rogger (1993 – 1999)
Marion Kretz-Lenz (1997 – 2000)
Ruth Schweingruber (1998 – 1999)
Jolanda Brunner-Zwiebel (1999 – 2000)
Stefanie von Erlach (1999 – 2000)
2000 – 2008 Jolanda Brunner-Zwiebel
2008 –  Kathrin Loosli Kurth


Sekretärinnen/Geschäftsführerinnen
1930 – 1934 M. L.Wild
1934 – 1963 Elsbeth Weyermann
1963 – 1970 Berta Gilomen
1970 – 1982 Helene Meier
1982 – 1987 Helene Meier, Regula Dannecker
1987 – 1988 Regula Dannecker, Rita Obi
1988 – 1991 Regula Dannecker, Regula Bigler
1991 – 1992 Esther Fuchs, Rita Obi
1992 – 1995 Esther Fuchs, Marianne Christen
1995 – 2001 Esther Fuchs, Evelyne Günzburger
2001 – 2009 Regula Furrer Giezendanner, Evelyne Günzburger (bis 2008), Rosmarie Thierstein, Julia Kurmann (ab 2004), Eva Thüler (ab 2009)

Ehrenmitglieder
Frieda Amstutz-Kunz (†), Bern
Dr. phil. Agnes Debrit-Vogel (†), Bern
Marie Haberstich-Hunziker (†), Bern
Marie-Louise Häni-Lüscher (†), Bern
Emilie Küenzi-Ernst (†), Bern
Anna Martin (†), Bern
Rosa Neuenschwander (†), Ehrenpräsidentin, Bern
Rosmarie Roschi-Kollbrunner (†), Bern
Marguerite Siegrist-Egloff (†), Bern
Dr. h.c. Helene Stucki (†), Bern
Elsbeth Weyermann (†), Belp
Marianne Best (†), Bern
Dr. Elisabeth Schmid-Frey, Bern

Präsidentinnen der Heimkommission Pestalozziheim
1939 – 1963 Rosa Neuenschwander
1963 – 1971 Elsbeth Weyermann
1971 – 1983 Marie-Louise Häni-Lüscher
1983 – 1998 Ruth Bürgi-Stauffer

LeiterInnen des Pestalozziheims
1939 – 1951 Käthe Racine-Schiess
1951 – 1975 Marie-Louise Ruhli
1975 – 1977 Ursula Gross
1977 – 1984 Martha Burgunder
1984 – 1989 Rosemarie Rindlisbacher
1989 – 2007 Urs Wüthrich